Social - Schwenker

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Ich habe die Gruppe in Düsseldorf „biker4kids“ kennen gelernt. Diese veranstalten jedes Jahr eine Korsofahrt durch Düsseldorf zugunsten eines Kinderhospizdienstes.

Wenn man solchen Kindern eine Freude machen kann, dann kann ICH zumindest nicht nein sagen. Die Kinder in einem Hospiz sind „lebensverkürzend“ erkrankt und sozusagen „austherapiert“.
Ehrlich gesagt, mußte ich schon manchmal schlucken, wenn ich diese Kinder und Jugendlichen sah. Wenn ich dann sehe, dass die sich riesig darüber freuen, wenn sie da mal in einem Gespann mitfahren können – dann mach ich das von Herzen gerne.
 
Nach einer ersten Kontaktaufnahme hat man mich denn auch gleich gefragt, ob ich nicht einen Passagier auf dieser Korsofahrt mitnehmen könnte.  Man kann sich vorstellen, wie eine Korsofahrt von fast 2000 Motorrädern durch die Stadt Düsseldorf gestaltet - trotz Polizeibegleitung und stets freier Fahrt ist es schon ein rechtes "Zuckeltempo" was an sich keinem Motorradfahrer Spaß macht. Aber das Bild ist schon beeindruckend und für den guten Zweck nehme ich das in Kauf.
Hier mein Beifahrer vom Korso in 2014:
Auch wenn der kleine Kerl die Hälfte der Fahrt verpennt hat, so war das doch nur der Aufregung und Erschöpfung geschuldet. Nach Aussagen seiner Eltern, erzählt er heute noch von der Fahrt
Über die B4K lernte ich dann Alina kennen.
Wir waren mir zwei Dreirädern zum Sommerfest des AKHD ( Ambulanter Kinderhospizdienst)  eingeladen, welches am Rhein in Düsseldorf stattfand.
Alina hat MPS und würde ja mal sooo gerne mit einem Beiwagen... Alina passt aber nicht in ein Boot, und wenn, dann würde man sie dort nicht mehr herausbekommen.
Aber mein Schwenker - dass ginge vielleicht..
Also wurde auf diesem Sommerfest eine Probefahrt vereinbart. Weiteres Problem - Alina muss öfters über einen Zugang am Hals abgesaugt werden. Dazu ist entsprechendes Gerät und eine Fachkraft nötig.
Nun - auch das schaffen wir schon...

Das Absaugequipment fand Platz vor den kurzen Beinchen die dadurch auch wieder Halt fanden. Die Krankenschwester erklärte sich bereit als Sozia mitzufahren " Ich saß noch nie auf einemMotorrad, aber für Alina mache ich das"
Eine bemerkenswerte Einstellung!!
Und der Test verlief erfolgreich - Alina hatte Spaß!!!
Ja und da das mit Alina so gut geklappt hat, hatte man ihr zu ihrem 18. Geburtstag eine Überraschung versprochen.
Eine Ausfahrt durchs Bergische Land. Paus war im Cafe Hubraum.
Ich glaube, dass war eine der ganz großen glücklichen Momente in ihren Leben. Es war eine tolle Ausfahrt und trotz einer Regendusche war die Stimmung einfach überwältigend.
Ich glaube, da muss ich nix mehr zu schreiben - die Bilder sagen mehr als Worte..
Schon wieder ist ein Jahr rum und wir schreiben 2016. Die "Biker4Kids" starten ihren nächsten Korso. Der Vater von Aline rief bereits 2 Monate vorher an und fragte nach, ob ich Alina bei diesem Korso durch Düsseldorf mitnehmen könne.
Ja - soll ich da etwa "Nein" sagen ? Natürlich nicht und so startete ich mit Alina vom neuen Veranstaltungsort "Automeile Düsseldorf" zur Rundfahrt durch Düsseldorf.
Der Wettergott hatte ein Einsehen mit uns und wie durch ein Wunder drehten sich alle Regenwolken um Düsseldorf herum und es fiel kein einziger Tropfen.
Es ist immer wieder erstaunlich, was die Biker4Kids mit ihrem Korso auf die beine stellen und was für unglaubliche Geldsummen an Spenden zusammenkommt. Sehr viele ortsansässige Firmen spenden auch und treten als Sponsor auf. Auch sie wissen wohl, dass es gut angelegtes Geld ist. Werden doch damit die unglaublich benachteiligten Kinder und Jugendliche unterstützt. Wer in diesen jungen Jahren bereits lebensverkürzend erkrankt ist, hat es wohl verdient, dass es etwas "Licht" im trüben Alltag gibt.
Ich bin daher voller Respekt vor der Leistung der "B4K", die je Jahr für Jahr aufs neue vollbringen.

Und trotzdem gibt es einen Unterschied, den ich erklären möchte:

Es ist ein Unterschied, ob ich meine Freizeit opfere und Würstchen für den guten Zweck verkaufe. Oder eine Tombola organisiere, deren Erlös der Sache zugute kommt. Hier wird Geld gesammelt, was den benachteiligten Menschen und deren Familien zugute kommt.

Ich verfolge einen etwas anderen Weg.

Wenn ich ein Kind im Beiwagen mitnehme, so hat dieses Kind keinen einzigen Cent davon  - aber ich sehe die leuchtenden Augen und den Spass im Gesicht, der die eigene Krankheit für eine kleine Weile vergessen lässt.
Hier weiss ich, dass jeder Liter Sprit und jede Stunde Freizeit die ich spende unmittelbar und direkt bei dieser Person ankommt.
Und auch der direkte Dialog - der nicht immer einfach ist - ist stets eine Bereicherung für mich.

Und so werde ich auch weiterhin versuchen anderen, benachteiligten und gehandicapten Menschen eine Freude zu bereiten.
Ob dies nun  - unter Beteiligung der "Biker4kids" ist, oder eine Wohngruppe in Sonsbeck, der mittlerweile erblindete Walter aus Wuppertal, oder der 12 jährige Roland aus Langenfeld, der mal seinem Rollstuhl entfliehen wollte - ist egal.
Ich bin von keinem abhängig und jeder kann zu mir Kontakt aufnehmen. Wenn es irgendwie machbar ist - helfe ich.
Nur Würstchen oder Lose verkaufen - dass mache ich nicht - ob mit oder ohne Schwenker :-)))

Kontaktaufnahme siehe Mailadresse im Impressum

Vor kurzem erreichte mich eine telefonische Bitte von den "Biker4kids":

Der AKHD (Ambulante Kinderhospizdienst)  betreut eine alleinerziehende Mutter mit sechs Kindern.  Eines davon, die 13-jährige Asli, ist an schwerem Knochenkrebs erkrankt  und hat wohl nicht mehr lange zu leben.
Asli möchte sehr gerne ein kleines Abenteuer erleben und Harriet  (Kinderhospizdienst) hatte die Idee, mit ihr und den zwei älteren  Brüdern eine Motorradausfahrt zu organisieren.
Eine große Tour ist nicht möglich, da Asli im Notfall innerhalb von einer Stunde in die Uni-Klinik gebracht werden muss.
Asli wurde bereits ein Bein amputiert und sie kann auch einen Arm  nicht mehr benutzen. Ich habe gerade mit Werner telefoniert, er nimmt  sie in seinem Schwenker mit, so dass sie angeschnallt werden kann und  sich
nicht festhalten muss.

Heute war es dann soweit und die Tour wurde dann doch größer als geplant.

Von Wuppertal aus fuhren wir zur Rheinfähre Kaiserswerth setzten mit der  Fähre über und danach gings zu "Mo´s Bikertreff" in Krefeld.

Nach einer Pause gings dann ins Neandertal zu einer Museumsführung.

Dann vom Neandertal aus, wieder zurück nach Wuppertal. Mit den  benötigten Pausen waren wir den ganzen Tag unterwegs und erst gegen  18°°Uhr konnten unsere Beifahrer wieder aussteigen.
Immerhin stehen  jetzt 186 km auf dem Zähler - für gehandicapte Beifahrer eine echte  Herausforderung!! Alle Mitfahrer waren schwer beeindruckt und  begeistert.

Mal einen Tag etwas außergewöhnliches erleben, solange es noch geht. Die  Dankbarkeit am Ende der Tour von unseren Mitfahrern hat mich wieder  sehr beeindruckt.

Eigentlich hatte ich heute ja was anderes vor - aber das hier ging vor.         
Ein weiteres Stammziel ist für mich das Unternehmen Zündkerze in Sonsbeck am Niederrhein. Eine Ausfahrt über Land mit behinderten und nicht behinderten Menschen. Sehr gut organisiert und der ganze Ort Sonsbeck spielt mit. Sogar Sonderspritpreise für die Maschienen an den Tankstellen (!). Abends mit Zeltlager, Grill und Lagerfeuer.
Ich war bereits zum dritten Mal dort. Immer wieder klasse und ein richtiges Highlight für die Menschen, die sonst nicht so oft rauskommen und für die eine Mitfahrt "Im heißen Stuhl" das ganze Jahr geduldig warten..
Auch mittlerweile ein "Stammziel" wo ich bereits öfter war und immer wieder gerne hin fahre:
Der vom LVR geführte "Wohnverbund zur Licht" in Sonsbeck. Ein Haus, in dem 16 Menschen mit Handicap wohnen. Von jung bis alt - vom Rollstuhlfahrer bis zum Demenzkranken.
Alle unter einem Dach mit einem ganz tollen Team an Betreuern. Ein Urgestein aus dem Team dort, die Magret, hat mich beim Zündkerzentreffen angesprochen, ob ich nicht auch mal zu ihrem jährlichen Sommertreffen kommen könnte, die Bewohner würden sich sicher freuen.
Klaro - also machte ich mich auf dorthin - und wie nicht anders zu erwarten - sie freuten sich alle.
So schnell ist ein Jahr wieder rum und am 15. Juli feierte dieses Haus sein 20 jähriges Bestehen.
Klar, dass der Schwenker wieder dabei war jeder, der wollte und sich traute, durfte eine Runde im Schwenker mitfahren..
 
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